Werkrealschule als Ganztagesschule / Schulkonzeption

Die Heumadenschule umfasst im Einzugsbereich der Werkrealschule Schüler der Kernstadt und der Stadtteile Heumaden, Stammheim und Holzbronn. Bereits seit Schuljahresbeginn 2001/2002 ist die Schule vom Ministerium für Kultus und Sport als Schule mit Ganztagesbetrieb anerkannt und genehmigt. Sie erhält  für die Durchführung 70 Lehrerwochenstunden pro Schuljahr vom Land Baden-Württemberg. 

Mit der Einrichtung einer Ganztagesschule vergrößert sich der Einfluss von Schule und Erziehung auf die Schülerinnen und Schüler im Sinne der Verbesserung der Sozialkompetenz und des Freizeitverhaltens. Familienbelastende Faktoren wie doppelte Berufstätigkeit, Fehlen eines Elternteils, schlechte Wohnverhältnisse und Arbeitslosigkeit lassen sich dadurch nicht verändern. Aber es eröffnet sich die Möglichkeit, durch weitergehende unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote die bestehenden sozialen Benachteiligungen eines Großteils der Werkrealschüler wenigstens etwas auszugleichen. 

 

1. Pädagogische Konzeption 

Die Klassenstufen 5 - 9 erhalten zusätzlich vier Wochenstunden mehr Unterricht, der dazu dient, Übungen in den regulären Unterricht zu integrieren (SOL). Schriftliche Hausaufgaben werden überflüssig. 

Die Werkrealschule ist eine weiterführende Schule, die im Anschluss an die Grundschule in einem durchgehenden Bildungsgang bis Klasse 10 zum Mittleren Bildungsabschluss führt und dabei einen Hauptschulabschluss in Klasse 9 ermöglicht.

Die Werkrealschule vernetzt in ihrem Bildungsgang allgemeine und berufliche Bildung. Sie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen eine Schwerpunktbildung bei der beruflichen Orientierung. Profilbildende Elemente sind die Wahlpflichtfächer in Klasse 8 und 9. An Schülerinteressen orientiert, wollen sie auf verschiedene Berufsfelder neugierig machen und über eine Auswahl von Ausbildungsberufen informieren. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus den drei Wahlpflichtfächern "Natur und Technik", "Wirtschaft und Informationstechnik" und "Gesundheit und Soziales" eines aus. Sie werden bei der Wahl durch die Ergebnisse der Kompetenzanalyse "Profil AC" in Klasse 7 unterstützt, das Hinweise zu Begabungsschwerpunkten liefert.

Der Unterricht in Klasse 8 und 9 bereitet auf die Kooperation der Werkrealschule mit der zweijährigen Berufsfachschule in Klasse 10 vor, ohne deren Konzepte oder Lerninhalte vorwegzunehmen. So zieht sich die inhaltliche Annäherung an die Berufswelt durch die gesamte Schulzeit.

Die Berufswegeplanung ist ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Gesamtkonzeption und hat die Schwerpunkte: 
    1. Kooperation mit den Eltern
    2. Kooperation mit dem Arbeitsamt
    3. Erkundungen Praktika. 

Die Praktika finden in Klassenstufe 6 im engeren Erfahrungsbereich (z.B. am Arbeitsplatz der Eltern) statt, in Klassenstufe 7 erweitert sich der Erkundungsbereich auf 1-3-tägige "Schnuppertage" oder die Teilnahme am "Girl's Day". 

In Klassenstufe 8 machen alle Schüler/innen  zwei einwöchige Praktika. Sie machen dabei für die Berufswahl wichtige Erfahrungen in Betrieben und sozialen Einrichtungen. Berufsparcours, Talentchecks und Einzelberatung erhöhen die Chancen der Werkrealschüler/innen bei der Berufsfindung und der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Ziel der intensiven Unterstützung durch die Lehrerinnen und Lehrer ist, dass möglichst viele Schulabgänger aus Klasse 9 einen Ausbildungsplatz in der beruflichen Ausbildung finden.  

In Klassenstufe 9 liegt der Schwerpunkt der besonderen Angebote in einer gezielten, individuellen Prüfungsvorbereitung und im Training des Bewerbungsverhaltens. 

Soziale Erziehung / Klassengemeinschaftsstunde KLAG 

Um die Sozialkompetenz der Schüler/innen zu erhöhen wurde seit Februar 2002 die soziale Erziehung an GS und WRS Schwerpunkt der erzieherischen Arbeit. Wir führten den Sozialen Trainingsraum nach dem "Arizona-Modell" für Klassen 5-9 und das FAUSTLOS-Programm für die Klassen 1-4 ein. Für diesen Bereich der sozialen Erziehung wurde die Klassengemeinschaftsstunde KLAG geschaffen, die es ermöglicht, das notwendige Training in allen Klassen (1-9) durchzuführen. 

Alle Werkrealschüler/innen erhalten ein breitgefächertes besonderes Unterrichtsangebot. Es soll das unterrichtliche Angebot zur Förderung der Ausbildungsreife, der motorischen Förderung, der Gesundheitserziehung (z. B. gesunde Ernährung / Suchtberatung) und der sozialen Erziehung ergänzen. 

Hier einige Beispiele

  • Einführung Computer / Internet für Anfänger und "Profis"
  • Naturwissenschaftliches Experimentieren (Bereiche PH, Che und Bio) 
  • Pflege des Schulgartens 
  • Sozialkompetenztraining
  • Ein breites Sportangebot  
  • Ausbildung zum Schulsanitäter 
  • Erlebnispädagogische Projekte
  • Künstlerisches Gestalten
  • Projekte zur Teilnahme an Wettbewerben  

Der Arbeitsbereich des Schulsozialarbeiters ist wichtiges Merkmal der pädagogischen Konzeption. Seit September 2012 ist Frau Pichota Schulsozialarbeiterin an unserer Schule. Sie  ist in Vollzeit bei der Waldhaus Jugendhilfe GmbH angestellt.
Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Einzelfallberatung/ Begleitung von Schülern, in der Pflege der Kontakte zur Elternschaft und zur Jugendhilfe und der Unterstützung der Schüler bei Konflikten. Außerdem bietet sie die AG "Powergirlz" an. Ihr Schwerpunkt in diesem Schuljahr wird die Ausbildung von Schüler- Streitschlichtern sein.

2. Raumnutzung 

Durch den im Jahre 2000 fertiggestellten Erweiterungsbau sind die erforderlichen Klassenräume vorhanden.
Seit diesem Schuljahr steht den Schülern eine moderne Mensa zur Verfügung.
Auch die Fachräume für MNT, WAG und MSG können sich sehen lassen!

3. Zeitliche Organisation des Ganztagesbetriebs 

Der Schulbetrieb richtet sich nach folgendem Zeitplan: 

Montag, Dienstag und Donnerstag: Pflichtbereich von 7.40 bis 15.30 Uhr

Mittwoch 7.40 bis 13 Uhr / nachmittags von 14 - 15.30 Uhr besondere Unterrichtsangebote (freiwillig) 

Freitag 7.40 bis 13 Uhr

Öffnung der Schule jeweils 7.15 Uhr (bis 7.40 Uhr Frühbetreuung durch Aufsichtslehrer)