Heumadenschule feiert Jubiläum

Schüler, Eltern, Lehrer, Freunde, Nachbarn sowie viele Ehemalige waren gekommen, um beim großen Jubiläumsfest zu 50 Jahre Heumadenschule und Kindergarten Breite Heerstraße dabei zu sein.


Der Tag begann mit einem Festakt, Reden und musikalischen Darbietungen der Kindergartenkinder und Schüler in der Alten Turnhalle. Er ging dann in ein buntes Schulfest mit Aufführungen, Mitmachangeboten, Spielstraße und vielen weiteren Attraktionen über. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten Eltern des Kinderhauses Heumaden, der Förderverein Heumadenschule und der italienisch-bosnische Kulturverein.

Ein Stück Tradition

Für "Beständigkeit, Kontinuität und ein Stück Tradition" stünden die Heumadenschule und der Kindergarten gerade in diesem, noch jungen Calwer Stadtteil, stellte die Leiterin des Kinderhauses Heumaden, Daniela Kusterer, fest. Einblicke in die Anfänge und die Entwicklung der Schule und des Kindergartens über die vergangenen fünf Jahrzehnte vermittelte eine Ausstellung mit Fotos und Presseberichten. Zum Festakt begrüßten Schulrektor Bernd Döhring, seine Stellvertreterin Ulrike Gerath, Daniela Kusterer und die stellvertretende Kinderhausleiterin Mareike Misselbeck viele aktuelle und ehemalige Schüler und Kollegen, Eltern, Bürgermeister Ralf Eggert, die Vorsitzende des Stadtteilbeirats Heumaden sowie Schulamtsdirektor Volker Traub.

Das Jubiläum bedeute auch "50 Jahre Fleiß und Einsatz aller, die für die Erziehung der Kinder Verantwortung trugen und tragen", betonte Traub, der das Jubiläum zum Anlass nahm, die generelle Entwicklung der Rahmenbedingungen von Schule und Pädagogik in den vergangenen fünf Jahrzehnten zu beleuchten. Dazu zählten Schulentwicklungspläne, die Einführung des neunten Pflichtschuljahres und immer wieder die Anpassung an gesellschaftliche Anforderungen, denen die Heumadenschule mit ihrem Bildungsangebot gerecht geworden sei. "Sie waren und sind offen gegenüber Entwicklungen und Konzepten, die in die Zukunft weisen", urteilte Traub. Neben der Vermittlung eines soliden Grundwissens und fachlicher Kompetenzen widme die Heumadenschule als Lern- und Erfahrungsraum der Entwicklung und Entdeckung von Persönlichkeit und individuellen Fähigkeiten große Aufmerksamkeit. Basis dessen sei eine Atmosphäre des Vertrauens und Verstehens, die an dieser Schule herrsche.

Mit der Errichtung und Besiedelung des Stadtteils Heumaden sei unabdingbar die Einrichtung von Schule und Kindergarten verbunden gewesen, so Oberbürgermeister Ralf Eggert, der die räumliche Nähe, die die Entscheidungsträger damals mit dem gemeinsamen Standort der beiden Einrichtungen schufen, "eine kluge Entscheidung" gewesen sei, so Eggert. Bis heute trage diese gute Nachbarschaft Früchte. Rektor Bernd Döhring betonte die sehr gute Kooperation zwischen Kinderhaus und Schule.

Kinderhaus seit 2014

Stete bauliche Erweiterungen von Schule und Kindergarten trugen den steigenden Bevölkerungszahlen Heumadens in den letzten 50 Jahren Rechnung. Dazu zählten unter anderem ein Erweiterungsbau der Schule 1972, der Bau der Sporthalle 1982. 1993 machten steigende Kinderzahlen die Vergrößerung der Grundschule erforderlich, 2004 wurde die Werkrealschule saniert und 2014 das Kinderhaus errichtet. Derzeit werden 160 Jungen und Mädchen im Kinderhaus im Vorschulbereich, bei Kernzeitangeboten und im Hort betreut, 200 Kinder besuchen die Grundschule und 145 die Werkrealschule. "Auch im kommenden Schuljahr wird es wieder eine fünfte Klasse an der Werkrealschule geben", freute sich Eggert.

Im Anschluss startete in und um die Schule und das Kinderhaus ein buntes Programm, das Eltern, Schüler, Lehrer und Erzieher vorbereitet hatten. Laubsägearbeiten, Basteln von Papierfliegern, Windlichtern und frühlingshaften Dekorationen, Kinderschminken, eine Spielstraße und Torwandschießen gehörten unter anderem dazu. Die Schulsanitäter gaben Einblicke in ihre Arbeit und in der Alten Turnhalle konnten die Darbietungen des "Zirkus Furioso" bewundert werden.